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"Tandem - China und Österreich" berichtet über das Leben in China und Österreich im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Die Fernsehreihe erörtert kulturelle und gesellschaftliche Themen, zieht Vergleiche zwischen beiden Ländern und den typischen Lebensweisen seiner Menschen.
"Architektur und Wohnen" steht im Zentrum dieser Sendung von "Tandem - China und Österreich". Der gigantische Bau-Boom hat die chinesischen Großstädte enorm verändert. In Shanghai wurden allein in den letzten fünf Jahren 2000 Hochhäuser gebaut. In Beijing entsteht der größte Flughafen der Welt, an dem künftig mehr als 120 Millionen Menschen pro Jahr ankommen und abfliegen werden. Das alte China wird neben den gigantischen Büro- und Wohntürmen jedoch nicht verschwinden. Alte Stadtteile werden wiederbelebt und den Einwohnern als Wohnraum zur Verfügung gestellt. In Österreich schafft der soziale Wohnbau seit fast hundert Jahren Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen. Dieses Konzept wird auch heute weiter verfolgt und dem Lebensstil der Menschen architektonisch angepasst. Nicht geballte Hochhauslandschaften wie in China, sondern vereinzelte Wohnräume inmitten der Stadt prägen den Wohnbau von Wien. Der unverkennbare Gründerzeitstil vom Wien des ausgehenden 18.Jahrhunderts prägt das Stadtzentrum heute noch. Der Jugendstil mit seinen dekorativ geschwungenen Linien und goldenen Verzierungen ist bis heute an Gebäuden und Innenausstattungen erhalten. Die Stadtbahn-Stationen des Architekten Otto Wagner und sein europaweit bekanntes Postsparkassengebäude werden heute noch genutzt.
In den Bada-Hutongs, wo noch vor hundert Jahren Prostituierte auf ihre Freier warteten, leben heute die Bewohner Beijings. Das sind kleine Wohnhäuser inmitten der Stadt, die zeitlos ihre Zwecke erfüllen und nach und nach revitalisiert werden. Auch diese alten Hutongs haben ihren unverkennbaren Stil.
Traditionell bildeten in China wie in Österreich alte Bauernhöfe auf dem Land den Wohnraum und die Lebensgrundlage für Großfamilien. In den Bergen der Provinz Guangxi leben heute noch alte Menschen wie einst von der Landwirtschaft. Gut erhaltene Höfe werden auch als Museen geführt und zeugen vom kargen Leben früherer Zeit. Auch in Österreich lebten die Bauern von dem, was sie erzeugten. Die Geräte und Einrichtungen von damals werden in vielen Heimat-Museen ausgestellt. Über das Wohnen gestern und heute und die Architektur in China und Österreich diskutieren Monika Platzer, Architekturzentrum Wien; Architekt Johannes Traupmann und der Architekt Professor Zhang Li der Tsinghua Universität in Beijing. |
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