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Vor 20 Jahren, am 14. Mai 1992, übernahm Jürgen Becker die Gastgeberrolle bei den "Mitternachtsspitzen". Frei nach dem Motto: "Kabarett gut und schön, aber man muss auch mal einen Witz machen!" Er stellt dann auch gleich einen kongenialen Mitstreiter für den kabarettistischen Dauerbrenner im deutschen Fernsehen: Wilfried Schmickler. Mit den Worten "Aufhören! Aufhören Herr Becker!" beschließt er als "Rausschmeißer" vom Dienst jede Ausgabe "Mitternachtsspitzen" mit einer wortgewaltigen Tirade.
Ihr 20-jähriges Jubiläum feiern sie selbstverständlich nicht ohne die Ruhrpott-Ikone Herbert Knebel alias Uwe Lyko, der zusammen mit den beiden das kabarettistische Dreamteam der "Mitternachtsspitzen" bildet.
Für die Jubiläumssendung aus dem "Alten Wartesaal" in Köln hat Gastgeber Jürgen Becker natürlich hochkarätige Gäste eingeladen, die mitfeiern wollen:
Hagen Rether:
Der Gentleman am Klavier tarnt seine sprachlich hochgeschliffenen, knallharten und von intellektuellem Weltschmerz getragenen, bitterbösen Anklagen hinter charmant daher kommenden Piano-Plaudereien. Doch wer ihm genau zuhört, dem stockt der Atem ob seiner abgründigen und rückhaltlosen Beobachtungen.
Sebastian Pufpaff:
Er ist vielen noch als wortgewaltiger Frontmann des mittlerweile ausgedienten "Bundeskabaretts" ein Begriff und nun auch als Solist überaus erfolgreich. Ihm gelingt der Spagat zwischen absolutem Nonsens und tiefsinniger politischer Beobachtung mühelos. Und seine alternativen Ansichten fallen auch schon mal radikal aus. Mathias Richling: Seine Bühnenpräsenz lebt von den absurdesten und doch logischen Verdrehungen. Er feuert seine Pointen in oft wahnwitzigem Tempo ab, bleibt dabei aber, weil diese Sprachakrobatik eben keine Schluderei erträgt, immer ungemein präzise und unerhört ehrlich. Bei dem Ausnahmekabarettisten ist jede Pointe eine Punktladung und jeder Satz eine unbequeme, wenn auch komische Wahrheit.
Und natürlich gibt in diesen "Mitternachtsspitzen" auch die stets bejubelten Erfolgsrubriken: ein Wiedersehen mit "Ulli aus Deppendorf", dem "Heimathirschen" sowie dem hollywoodreifen Erfolgsduo Wilfried Schmickler und Uwe Lyko.
Sie verwandeln sich nach den Guttenbergs, den Wulffs und der Amour fou Merkel-Sarkozy wieder mit Herz, Seele und viel Lippenstift in ein glamouröses "überschätztes Paar der Weltgeschichte". |
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